Annika

Annika Fuhrmann ist eine deutsch-finnische Sopranistin, Komponistin, Chorleiterin und Musikpädagogin.

Ihre Schwerpunkte sind zeitgenössische Musik, Improvisation sowie experimentelles Musiktheater. Die vielseitige Koloratursopranistin überschreitet gern und unbefangen Stilgrenzen. Annika Fuhrmann arbeitet regelmäßig mit zeitgenössischen Komponisten zusammen und hat viele speziell für sie geschriebene Werke uraufgeführt. Sie ist im Rahmen zahlreicher Festivals für neue Musik aufgetreten, darunter Tokyo Wonder Site Experimental (Tokyo, Japan), Grimeborn Festival of New Opera (London, Großbritannien), Rencontres des musicales de Vézelay (Vézelay, Frankreich), Musica Nova (Helsinki, Finnland), Tampere biennale (Tampere, Finnland), Helsinki Kamarikesä (Helsinki, Finnland), West Coast Kokkola Opera Festival (Kokkola, Finnland) sowie die Helsinki Festspiele. Annika Fuhrmann hat eine klassische Gesangsausbildung abgeschlossen, greift in ihrer Musik jedoch auch auf Elemente der finnischen Volksmusik, des Free Jazz, der Avantgarde, der Barockmusik sowie der Performance Art zurück.

Nach dem Abschluss eines Masterstudiums an der Sibelius-Akademie Helsinki im Fach Schulmusik schloss Fuhrmann ein Bachelorstudium im Fach Gesangspädagogik an der Metropolia University of Applied Sciences in Helsinki an. Ihr Spezialgebiet ist die Arbeit mit Kinderstimmen. Sie arbeitet als Chorleiterin und Stimmbildnerin viel mit Kinder- und Jugendchören – derzeit als Stimmbildnerin und stellvertretende Leiterin des Tapiola Chores.

Auch als Komponistin schöpft Fuhrmann unter anderem aus der finnischen Volksmusik. Große Aufmerksamkeit fanden ihre Kompositionen in der Chorszene; ihre Werke für Chor und Gesangensemble kommen im In- und Ausland zur Aufführung. Fuhrmanns Werke werden vom SULASOL Verlag vertrieben.

Annika Fuhrmanns metallisch klarer, vielseitiger Sopran reicht von federweichem, sanftem Flüstern bis zu naiv groteskem Blöken und kraftvollen Gesangsakzenten – die Nuancen des Pierrot lunaire kommen selten so wirkungsvoll zur Geltung.

Amfion (8. 8. 2012)

Musikalisch eine hervorragende Vorstellung: dass Schönberg in großem Maße Farbkomponist war, bleibt in der Zwölfton-Empörung oft unbemerkt. Fuhrmanns Sprechgesang war natürlich und frei, keineswegs das peinliche Gejaule eines Opernsoprans zwischen gesprochenen und gesungen Tönen.

Helsingin Sanomat (10. 8. 2012)

Im Großen und Ganzen wirkt die Inszenierung frisch. Erfreulich ist vor allem die Beobachtung, dass es in Helsinki ein verheißungsvolles neues Musiktheater gibt. Fuhrmann und der Regisseur Jaakko Nousiainen scheinen für ihre Arbeit eine vielversprechende Nische gefunden zu haben. (…) Die extrovertiertesten Shownummern sind Heinz-Juhani Hoffmanns Maailmantappaja, eine ra­send schnelle Musik mit scheußlichen Texten wie von einer Dead Metal Band sowie Kalle Autios S'exciter, ein spielerisches Solostück für Fuhrmann.

Hufvudstadsbladet (27. 10. 2014)